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Für Gamer ist Gewalt nicht immer ein Spiel


Das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Neuro-Studie beruhigt: Intensivnutzer von Gewaltspielen am Computer haben noch immer ein gesundes Verhältnis zu echter Gewalt.
 
Neurowissenschaftler von der Universität Bremen schoben 22 männliche Probanden in den Magnetresonanztomografen und fertigten Gehirnaufnahmen an. Einmal bekamen die Testpersonen virtuelle Gewaltaufnahmen zu sehen, dann reale. Die Gehirnbilder zeigten gänzlich unterschiedliche Aktivitätsmuster. Spielszenen regten eher Teile des Großhirns an, reale Brutalität eher das limbische System. Da dieser Abschnitt als Sitz emotionaler Verarbeitungsprozesse gelte, könne man vermuten, dass Intensivspieler „auf der neuronalen Ebene“ zwischen virtuellem und tatsächlichem Geschehen differenzierten, schreibt Studienautorin Claudia Regenbogen in einem zusammenfassenden Text für einen großen Neurowissenschaftlerkongress Mitte Juli in Genf. 
 
Co-Autor und Forschungsprojektleiter Thorsten Fehr ergänzt: „Das Ergebnis ist ein starkes Argument gegen die Annahme, dass sich bei häufiger Nutzung von Gewaltspielen am Computer fiktionale und reale Szenen überlagern.“ Es finde offenbar „keine Übertragung der Spiele in die Wirklichkeit“ statt. Nebenbei habe sich gezeigt, dass Spielen das räumliche Vorstellungsvermögen fördere. 
 
Als „These“ will Fehr, der am Bremer Institut für Kognitive Neurowissenschaften arbeitet, seine dennoch vorhandenen Bedenken verstanden wissen: Die Zeit, die junge Menschen bei „Grand Theft Auto„ und Ähnlichem verbrächten, fehle ihnen, um echte soziale Beziehungen aufzubauen. 
 
 
Quelle: http://www.focus.de/digital/games/killerspiel-studie-fuer-gamer-ist-gewalt-nicht-immer-ein-spiel_aid_314731.html

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